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Ackerbau

Neben Gemüse bauen wir auch Getreide an, welches in erster Linie als Futtergrundlage für unsere Mobilstallhühner genutzt wird. Außerdem bauen wir das Getreide zu 70 % der Anbaufläche mit Körnerleguminosen wie z.B. Erbsen an, um eine Eiweißquelle ins Hühnerfutter zu bekommen und die Pflanzenvielfalt auf dem Acker zu erhöhen. Eine Schlüsselrolle nimmt bei uns das Kleegraß ein, da es durch seine verhältnismäßig lange Standzeit von 2 Hauptnutzungsjahren, dem Boden eine Ruhezeit ermöglicht, in der er nicht bearbeitet wird. Außerdem unterdrückt das Kleegraß Beikräuter, Samen- sowie Wurzelunkräuter, wie dei Distel, die durch den häufigen Schnitt zurückgedrängt wird.

Ein weiterer, sehr bedeutender Effekt des Kleegraßanbaus ist die enorme Wurzelmassebildung. Dadurch wird ein gut belüfteter, tragfähiger, krümmliger und vor allem ein aktiver Boden gefördert. Denn an den Wurzeln befindet sich die meiste mikrobielle Aktivität im Boden d.h. umso mehr Wurzelmasse, desto mehr mikrobielle- und bakterielle Aktivität im Boden und somit ein gesunder Boden.

Aus diesem Grund etablieren wir im Getreide immer eine grasbetonte Untersaat, um genau diesen Effekt auch im Getreide zu realisieren. Denn die Mikroben, die von der Energie der Wurzelausscheidungen leben, erhalten schließlich in der Zeit von der Abreife des Getreides, bis zur erfolgreichen Etablierung der Folgekultur zu wenig bis gar keine, überlebensnotwendigen zuckerhaltigen Wurzelausscheidungen. Und genau in diesem Zeitraum und natürlich auch nach der Ernte des Getreides kommt der positive Effekt einer Untersaat zum Tragen.

 

Wir sind davon überzeugt, dass es zu gesunden Menschen, gesunde Lebensmittel braucht. Da gesunde Lebensmittel von einem gesunden Boden hervorkommen, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Boden,  den wir bewirtschaften dürfen, neben einer ausgewogenen Fruchtfolge, organische Düngung und schonender Bearbeitung auch mit dem aktiven miteinbeziehen des Bodenlebens zu bewirtschaften.

Die mikrobille Aktivität und somit das gesamte Stoffwechselsystem des Bodens, wird in der heutigen Praxis leider oft unterschätzt oder wegen fehlendem Wissen über den Organismus Boden einfach nicht berücksichtigt. Die Mikroben, welche für einen fruchtbaren, gesunden Boden eine der Hauptakteure sind, benötigen , um ihre wichtige Arbeit zu verrichten, wie wir Menschen auch ENERGIE. Diese Energie kommt in erster Linie von Pflanzen. Zum einen aus den energiereichen Wurzelausscheidungen einer Pflanze. Zum anderen von frischen GRÜNEN Pflanzenteilen, welche flach in die obersten, max. 5 cm, eingearbeitet werden. Hierbei wird die Grünmasse fermentiert. Die dabei entstehenden organischen Säuren stehen nun dem Bodenleben als Energiespeicher zur Verfügung. Folglich steigt die Aktivität der Mikroben und Bakterien im „durchfermentierten“ Boden an und trägt wesentlich zur Bodenfruchtbarkeit und huminstoffbildung im Boden bei.